Das Leben ist sich stets voraus


Lausche ich den Lebensgeschichten der anderen und betrachte ich meine eigene, so muss ich feststellen: das Leben ist sich seiner stets voraus.

Es ist eine Wanderung. Zurück.

Jede Etappe, jede Station ist eine Vorbereitung auf die nächste.

Man lernt Fähigkeiten dazu. Manche wiederum werden gestärkt oder geschwächt. Mit gutem Grund.

Denn irgendwann geht man, freiwillig oder unfreiwillig weiter und erkennt, wie lebensnotwendig doch der Aufenthalt in der Station davor war. So und so. Sowohl für die Vergangenheit als auch für die Gegenwart und Zukunft.

Viele Menschen erkennen dies. Intuitiv. Sie durchforsten jede Station nach Schätzen. Das Graben ist nicht immer leicht. Es fordert viel. Kraft.

Andere wiederum glauben, die Station sei ihr Leben. Weitere Stationen kennen sie nicht.

Sie verharren. Und das fordert auch viel. Aber nicht Kraft. Sondern sich selbst.

Und das ist der höchste Preis, den ein Mensch zahlen kann.

Es ist der größte Verlust.

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