Hoffnung stirb zuletzt!


Man sagt gewöhnlich: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Lange Zeit wusste ich nicht zu benennen, was in den Heimen das eigentlich Erdrückende ist.

Langsam begreife ich es.

Weil ich es fühle.

Es ist die Hoffnungslosigkeit.

Die Hoffnung, die angeblich zuletzt sterben soll, stirbt schon vor der Pforte. In ein jedes Haus, das Heim genannt.

Die Menschen, die dort leben, haben keine Hoffnung mehr.

Gar keine.

Das ist eigentlich nicht zu ertragen. Denn, eigentlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Denn, eigentlich ist die Hoffnung immer unser Rettungsring. Stets glauben wir, dass es irgendwie weitergeht. Selbst schwerstkranke Menschen haben diese letzte Hoffnung. Und wenn es ein Wunder ist, woran sie glauben, aber sie haben diese. Meistens.

Die Menschen im Heim haben diese nicht. Nie. Mehr. Keine Hoffnung auf ein Wunder, auf ein plötzliches Weitergehen. Nichts. Es ist eine gnadenlose Konfrontation mit dem Ende. Ohne Hilfe.

Das zu ertragen ist schier unmöglich.

Wehe dem, bei dem die Hoffnung nicht zuletzt sterben darf!

Leave a comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.