Rezension zum Buch: „Manchmal ist das Leben echt zum Kotzen“


Wie kann das passieren?
Wie kann das passieren, dass sich ein Mensch aus dem Leben hungern will?
Warum?
Warum kommt es soweit?
Gründe gibt es viele.
Immer.
Trotzdem frage ich: wie kann ein Mensch am Hungern hängen, wie an einem lebensrettenden Tropf?
Trotzdem frage ich: wie kann ein Mensch am Kotzen hängen, wie an einem nährenden Tropf?
Wie kann es zu solch einem irrsinnigen Widerspruch kommen?In ihrem Buch „Manchmal ist das Leben echt zum Kotzen“ beschreibt uns die Autorin Nina Federlein ihren steinigen, aber geraden Weg hinab in die Hölle und wieder zurück. Zurück?
Ihren Weg hin zur Magersucht, dann Bulemie und wieder zurück. Zurück?
Mit ihrem Buch „Manchmal ist das Leben echt zum Kotzen“ versucht die Autorin dem „gesunden“ Leser diese Krankheit mit all ihren typischen und gnadenlosen Gedanken-und Verhaltensregeln näher zu bringen. Darüber hinaus versucht sie aber auch all denen, die schon zu dieser Krankheit geworden sind, Hoffnung zu spenden und zu sagen: „Es gibt einen Weg der Häutung.“
In wieweit diese tatsächlich möglich ist, ist noch eine weit umstrittene Frage. Wie immer. Wenn es um die Besetzung des Menschen von der Sucht mit ihren vielen Gesichtern, geht. Fakt ist aber, so sagt es die Autorin, es gibt einen Weg und zwar den hin zu sich.
So habe ich es verstanden.Ich würde dieses Buch vielen empfehlen aber in erster Linie allen, die therapeutisch tätig sind.
Denn was in den Lehrbüchern steht, hilft nicht.Weiter. Wir sehen es täglich. Überall.Das Buch ist gut zu lesen. Mit leichter Feder geschrieben.

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