„Rentner-Disco“, ein Buch von Rotaut Mielke


Liest man „Rentner“, denkt man automatisch an alte Menschen. Liest man „Disco“, denkt man automatisch an junge Menschen. Liest man „Rentner-Disco“, weiß man gar nicht so recht, was man denken soll.
Genau in diesem scheinbaren Widerspruch liegt der Reiz dieses Buches. Der Reiz, der dem Phänomen „nicht mehr mit seinem Körper eins zu sein“ innewohnt.
Solange der Körper jung, dynamisch, belastbar, gesund und frisch ist, denken wir über dieses Phänomen nicht nach. Warum auch? Wir sind so, wie wir uns im Spiegel sehen.
Doch dann verändert sich der Körper, er wird morsch, welk und weniger belastbar – und es dauert nicht lange, bis die Kluft zwischen dem gefühlten und dem an den Körper geketteten Ich immer deutlicher wird. Wir entfernen uns von uns selbst. Doch plötzlich glaubt unser Umfeld, wir seien mit unserem Erscheinungsbild identisch. Alt!
Plötzlich glaubt unser Umfeld, die Fähigkeit Freude oder Liebe zu empfinden sei in den versteckten Winkeln unserer Falten verschwunden. Alt!‘
Plötzlich glauben wir, was unser Umfeld glaubt. Alt!
Doch was geschieht, wenn auf einmal der Wecker klingelt? Wenn etwas geschieht, das uns wieder jung werden lässt – oder korrekter gesagt: Wenn etwas geschieht, das es uns ermöglicht, uns jenseits unseres Körpers wieder fühlen zu können? Jung!
Und was vermag man plötzlich aus dieser Kraft zu schöpfen?
„Rentner-Disco“ ist ein Roman, der genau diesen magischen Punkt der Wandlung von geglaubtem Alt-Sein hin zum tatsächlich Jung-Sein als Nahrung, als Lebensquelle nutzt. Menschen, die das unwahre und somit bittere Stigma des Alt-Seins tragen müssen, kehren wieder zu ihrem wahren Alter zurück. Nein, sie werden nicht wieder jung, sondern sie erkennen, dass sie nie etwas anderes waren und sein konnten als JUNG!
Ich würde dieses Buch jedem empfehlen. Doch in erster Linie all denen, die in den vorherrschenden Glaubenssätzen und im (ver)Urteil, unser tatsächliches Alter sei das unseres Körpers, festsitzen.

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