Rezension zu Die Gesellschaft vom Dachboden von Ernst Kreuder


Ich weiß nicht, wie es anderen, die gern lesen, ergeht, aber bei mir gibt es unterschiedlich Phasen in denen ich die Bücher passend zu diesen suche und mit verblüffender Treffsicherheit, als führe mich ein drittes Auge, auch finde.

So erging es mir auch mit diesem Buch, das ich zwar nicht auf einem Dachboden fand, aber fast. Es stand in einem klapperigen Bücherregal einer alten Frau.

Warum meine Hand nach diesem Buch griff? Wenn ich das nur wüsste. Es ist, wie so oft in diesen Phasen, ein Rätsel für mich. Aber sicher ist, dass es genau das richtige Buch zur richtigen Zeit war.

Die Geschichte? Verworren und verschwommen. Aber es war nicht die Geschichte, die mich fesselte, sondern die Gedanken. Die unendlich vielen Gedanken, die zum Nachdenken zwingen. Gedanken, die den Leser einen Spiegel vor die Nase halten und ahnen lassen, wie das Leben gemeint ist und was wir daraus machen.

Das Buch ist sagenhaft tiefsinnig und zählt neben Saint Exuperys „Der Stadt in der Wüste“ zu den Büchern, die klare Botschaften, vermitteln.

Dieses Buch kann ich nur denen empfehlen, die in ihrem Leben viele Wege auf der Suche nach innerem Glück gegangen sind und es trotzdem nicht gefunden haben. Ich kann es nur denjenigen empfehlen, die erkannt haben, dass sie mit all ihren Versuchen auf dem falschen Dampfer sitzen und ausstiegen müssen, um einen neuen Weg, nämlich den zurück, gehen müssen. Diese und nur diese Menschen werden in diesem Buch einen Schlüssel finden. Allen anderen ist es nur eine Geschichte, von der sie nicht so recht wissen werden, was sie eigentlich soll.

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