Rezension zu „Herrengolf und andere Irrtümer“, von Rothraut Mielke


Sehr amüsant und rasant

Die Jahre der Arbeit sind getan, nun heißt es die Zeit der Ruhe zu genießen.

Das ist, wie wir fast alle wissen, einfacher gesagt als getan.

Denn, was macht man nun mit seiner freien Zeit?

Genau vor dieser quälenden Frage stehen die drei Freunde Walter, Alfred und Gerd. Und mit ihnen auch ihre Frauen Annelie, Marion und Marlene.

Das Leben dieser drei Familien plätschert, wie sollte es auch anderes sein, so wunderbar still und unauffällig vor sich hin. Während die Männer zwei Mal die Woche ihrer großen Leidenschaft, dem Golfspiel huldigen, beschäftigen sich ihre lieben Gattinnen in der Zwischenzeit mit ausdrucksstarker Malerei, dem Rennen zu irgendwelchen Wahrsagerinnen oder ins Fitnessstudio.

Kurz: es ist ein ganz normales Leben, das sie leben. Doch dann geschieht etwas Unglaubliches. Die drei Freunde werden von einer wahnwitzigen Idee überfallen und erfasst. Ab diesem Zeitpunkt, das können Sie sich sicher vorstellen, läuft nichts mehr so, wie es eigentlich sein sollte. Während die Männer von ihrem manischen Rausch komplett benebelt an der Verwirklichung ihres grandiosen Vorhabens schuften, gehen die Frauen ihren ganz besonderen und exzentrischen Weg der Selbstverwirklichung und Darstellung.

Somit sind alle Gewürze, die man für ein deftiges Durcheinander benötigt, gegeben.

Es ist eine amüsante, mit faszinierend feinem Humor beschriebene Tragikomödie über den Menschen, der mehr von seinem Leben will, als es für ihn zu bieten hat.

Die Autorin der Bücher „Rentnerdisco“ und „Rentner-WG“, bleibt ihrer Linie auch in diesem Buch treu und ich freue mich schon auf ihren nächsten Roman.

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