Rezension zu „Venus Bericht einer Wandlung“ von Peter Klohs


Eine ergreifende Lebensgeschichte eines fast normalen Lebens

Zärtlichkeit. Zusammenfinden. Spüren. Fühlen. Den anderen einatmen. Sich selbst sehen.

All das ist ein großes Geschenk, wenn es geschehen darf. Die Liebe, oder anderes ausgedrückt: das Leben.

Doch wie oft finden wir sie nicht. Suchen überall. Gegen Beziehungen ein. Starten Lebensgeschichten ohne Halt und Sinn und werden nach Jahren unseres falschen Lebens satt.

Die überfüllten psychiatrischen Kliniken, die langen Wartezeiten bei den Psychotherapeuten sprechen für die steigende Zahl und Qual der ungelebte Leben.

Gescheiterte Existenzen dieser und ähnlicher Art gibt es unendlich viele.

Man könnte fast sagen: fast jeder vegetiert so.

Suchend. Hoffend und letztendlich resigniert.

Die allerwenigsten finden den Weg zurück in ihr eigenes Leben. Leider.

Peter Klohs beschreibt in seinem Buch „Venus Bericht einer Wandlung“ gekonnt und mit feinem Humor das tragisch leere Leben eines solchen normalen Menschen. Eines Menschen, der auf der Suche nach Liebe sich als Jugendlicher schon verirrt und lange Jahre keinen Ausweg aus dem dunklen Labyrinth findet. Sein Irrweg führt ihn in die gierigen, zermürbenden Arme der Trunksucht. Der Zerfall lässt lange auf sich warten, doch er kommt. Hier, an dieser Stelle endet der Bericht der Wandlung aber noch nicht. Meiner sehr wohl. Denn der Leser soll nicht alles erfahren. Er sollte das Buch selbst in die Hand nehmen und lesen. Ich glaube, auch Sie werden beim Lesen des Berichts viel über ihr (ungelebtes) Leben nachdenken, sich aber auch an dem Schreib-und Denkstil des Autoren erfreuen und öfters schmunzeln. Über sich?

Leave a comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.