Rezension zum Buch: „Umdrehungen, Das Leben steht still“ von Sonja Bethke-Jehle


Stellen Sie sich vor, Sie leben Ihr Leben. Sie planen den nächsten Urlaub, das nächste Wochenende, den nächsten Geburtstag, den nächsten Abend und denken dabei keine Sekunde daran, dass all Ihre Planung plötzlich wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen könnte. Dabei muss es nur eine Kleinigkeit sein…nur ein kleiner Windhauch und schon ist alles, was Sie hatten, nämlich Ihr gesamtes Leben wie sie es kannten einfach weg! Zack! Und nun?

Was tun Sie nun? Mit Ihrem Leben hadern? Es gar von sich weisen wollen? Die anderen beschuldigen? Keine einfachen Fragen. Oder? Stellen Sie sich diese manchmal? Denken Sie manchmal daran wie es wäre, wenn Sie plötzlich den Rest Ihres Lebens in einem Rollstuhl verbringen müssten? Wenn Sie plötzlich nicht mehr auf Toilette gehen sondern rollen?

Die Autorin Sonja Bethke-Jehle stellt uns genau vor diese Frage(n). In Ihrem Roman „Umdrehungen, Das Leben steht still“ beschreibt sie uns das Leben eines jungen, frisch verliebten Polizisten, der durch tragische Umstände bedingt für den Rest seines Lebens in einen Rollstuhl gefangen leben muss. Das verwandelte Leben des Polizisten verbirgt für das junge Paar viele Stolperbrocken, Steine auf dem Weg und Steinchen in den Schuhen. Es beginnt für beide ein Weg des ewigen Stürzens und sich wieder Aufrichtens, ein Weg der den Stillstand somit nur vortäuscht .

Es ist eine sehr gute Geschichte mit einer, für den Künstler sehr reichhaltigen Thematik. Trotzdem möchte ich nur fast fünf Sterne geben.  Es sind viele Wiederholungen und es fehlt mir ein wenig an Tiefe. Der innere Kampf der beiden Protagonisten berührt mich noch nicht. Ich bin mir aber sicher, dass die junge Autorin im Laufe ihrer Zeit an Tiefe und somit Berührungsfähigkeit dazugewinnen wird.

 

 

 

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